Zusammenfassung des Jahresberichts 2016

Im Berichtsjahr 2016 ist die Anzahl der Anfragen und Beschwerden im Zuständigkeitsbereich der Ombudsstelle von 2982 auf 3479 (um 16,6%) gestiegen.

3081 Fälle konnten ohne Intervention beim Versicherer bzw. direkt mit den Versicherten oder Anspruchstellern erledigt werden. Zu einer Intervention beim involvierten Versicherer führten 398 Beschwerdefälle (Interventionsquote 24,3%). Davon konnten 95% vor Jahresende abgeschlossen werden. Die Erfolgsquote der Interventionen betrug 67,4%. Der höchste Streitwert bei den Interventionsfällen betrug CHF 700‘000.- und der tiefste strittige Betrag CHF 120.-.

Der Hauptschwerpunkt unserer Tätigkeit lag wie in den Vorjahren bei den Personenversicherungen mit einem Anteil an den Fallzahlen von 50%. In der Krankentaggeld-Branche haben die Fälle, bei denen die Arbeitsunfähigkeit aufgrund von psychischen Leiden auch unter Fachärzten strittig war, analog zu den Vorjahren weiterhin zugenommen.

Erstmals hatten wir uns mit Deckungsproblemen von «Bed and Breakfast»-Beherbergern zu befassen. Hier war strittig, welchen Versicherungsschutz die bestehende Hausrat-Police bietet, und ob nicht eine Geschäftsversicherung nötig gewesen wäre, um die bestehenden Risiken als Gastgeber abzudecken, welche in ihrem Haus oder in ihrer Wohnung Zimmer an Reisende vermieten.

Bei der weiterhin zunehmenden Anzahl von Beschwerden gegen Mobiltelefon-Versicherer hatten wir verschiedentlich die Frage zu prüfen, ob der Versicherer die beantragte Entschädigung für den Diebstahl des Smartphones gestützt auf eine entsprechende Klausel in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen/AVB mit der Begründung ablehnen könne, dass die Art der Verwahrung nicht dem Gegenstand angemessen gewesen sei.

In der Branche Reiseversicherungen bezogen sich im Berichtsjahr einige Beschwerden gegen Leistungsablehnungen infolge präventiv vorgenommener Annullationen von Reisen in Gebiete, in welchen das Zika-Virus aufgetreten war.