Zusammenfassung des Jahresberichts 2017

 

Im Berichtsjahr 2017 ist die Anzahl der Anfragen und Beschwerden im Zuständigkeitsbereich der Ombudsstelle von 3479 auf 3370 gesunken (3,1%).

2991 Fälle konnten ohne Intervention beim Versicherer bzw. direkt mit den Versicherten oder Anspruchstellern erledigt werden. Zu einer Intervention beim involvierten Versicherer führten 379 Beschwerdefälle (Interventionsquote 24,6% auf Basis der uns schriftlich unterbreiteten Anfragen). Davon konnten 96% vor Jahresende abgeschlossen werden. Die Erfolgsquote der Interventionen betrug 66,2%. Der höchste Streitwert bei den Interventionsfällen betrug rund CHF 2 Mio und der tiefste strittige Betrag CHF 117.-.

Der Hauptschwerpunkt unserer Tätigkeit lag bei den Personenversicherungen mit einem Anteil an den Fallzahlen von 54%. Wie bereits in den Vorjahren haben in der Krankentaggeld-Branche die Fälle, bei denen die Arbeitsunfähigkeit aufgrund von psychischen Leiden strittig war, weiterhin zugenommen. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht.

Insgesamt waren die Probleme, mit denen sich die Ombudsstelle zu befassen hatte, sehr vielfältig. Erstmals hatten wir uns mit Haftpflicht- und Versicherungsproblemen im Zusammenhang mit der Benutzung von Drohnen zu befassen.

Vorformulierte Protokolle von einzelnen Versicherungsbrokern brachten zudem systematische Beratungs-Mängel bei der Vermittlung von Säule 3a -Vorsorgeversicherungen zu Tage.

In Bezug auf Reiseversicherungs-Fälle konnten wir uns insbesondere von der Bedeutung von Notrufzentralen bei ernsthaften Gesundheitsproblemen direkt vor Ort ein Bild verschaffen.